Aktuelles aus Berlin

27. Januar 2020 - Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, 75. jähriges Erinnern an die Befreiung von Ausschwitz

Der 27. Januar erinnert als Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Er bezieht sich auf die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee 1945 vor exakt 75 Jahren. Zahlreiche Schulen im Netzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage führen rund um diesen Jahrestag Gedenkveranstaltungen und Aktionen durch.

Die Landeskoordination Berlin richtet ihr Gedenken zum 75. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz auf eine lange Zeit verschwiegene Opfergruppe des NS-Regimes, die auch heute in vielen Ländern Verfolgungen ausgesetzt ist: die Homosexuellen. Die Nationalsozialist*innen gingen nach ihrer Machtergreifung gegen die damals lebendige queere Szene rund um den Nollendorfplatz vor. Am U-Bahnhof Nollendorfplatz, in direkter Nähe zum Sitz der Geschäftsstelle der Landeskoordination Berlin, erinnert deswegen heute eine Tafel mit der Aufschrift „Totgeschlagen – Totgeschwiegen“ an die homosexuellen Opfer des NS-Regimes. Dort hat die Landeskoordination gemeinsam mit dem Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg e.V. (LSVD), der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (Landesverband Berlin) und MANEO – Das schwule Anti-Gewalt-Projekt einen Kranz niedergelegt.

„Der Einsatz gegen alle Ideologien der Ungleichwertigkeit ist unsere auch historische Verpflichtung. Wir gedenken aller Opfer des Holocausts und lassen nicht zu, dass sie totgeschwiegen werden. Gemeinsam mit den SchülerInnen und PädagogInnen im Courage-Netzwerk setzen wir uns für vielfältige Lebensweisen ein“, so Sanem Kleff, Leiterin der Landeskoordination.