Courage-Schule werden

Schule ohne Rassismus Schule mit Courage ist eine Initiative für alle Schulmitglieder, die sich aktiv gegen jede Form von Diskriminierung einsetzen wollen.

Ihr wollt, dass eure Schule den Titel Schule ohne Rassismus   Schule mit Courage erhält? Oder interessiert euch aus anderen Gründen für unser Projekt?  Euer Engagement freut uns sehr.

Jetzt wollt ihr natürlich erfahren, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und welche die nächsten Schritte dafür sind.

 

Eine Selbstverpflichtung und kein Zertifikat

Bevor ihr die nächsten Schritte durchführt, um in das Netzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage aufgenommen zu werden, informiert euch ausführlich, was das Logo am Schulgebäude bedeutet und was es nicht aussagt. Der Titel sagt beispielsweise nichts aus über die bisherigen Aktivitäten der Schule. Er ist keine Auszeichnung, kein Preis und keine Belohnung für zurückliegende Projekte. Er ist kein Zertifikat, Siegel oder Garantieschein, der behauptet: an dieser Schule gibt es keinen Rassismus. Dies anzunehmen wäre schon deshalb Unsinn, weil es keine einzige Schule gibt, an der niemals Diskriminierung stattfindet.

 

Für eine Kultur des Hinsehens

Die Bezeichnung deiner Schule als Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage zeigt das an, was tatsächlich stimmt. Das Logo an der Schulwand bedeutet: An dieser Schule erklärten mindestens 70 Prozent der Schulmitglieder in einer geheimen Abstimmung, „ich werde mich aktiv gegen Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, einsetzen.“ Sie erklärten damit auch: Wenn es zu Gewalt und Diskriminierungen an ihrer Schule kommt, dann werden sie nicht wegschauen und schulterzuckend vorbeigehen, sondern sich aktiv mit der Situation auseinandersetzen. Schließlich ist der Titel kein Zauberstab, der menschenfeindliche Einstellungen wie Rassismus, Antisemitismus, Homophobie, Muslimfeindlichkeit oder die Herabwürdigung von Frauen einfach ausradiert. Ab jetzt wollen sich viele Menschen an dieser Schule aktiv gegen Ungleichwertigkeitsdenken und Diskriminierungen jeder Art einsetzen. Darauf kommt es an, daran erinnert sie das Schild am Schulgebäude täglich. Der Text der Selbstverpflichtung macht dies deutlich.

 

Die Selbstverpflichtung:


1. Ich setze mich dafür ein, dass meine Schule nachhaltige Projekte, Aktionen und Veranstaltungen durchführt, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.
2. Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, dann wende ich mich dagegen, spreche dies an und unterstütze eine offene Auseinandersetzung, damit wir gemeinsam Wege finden, einander respektvoll zu begegnen.
3. Ich bin aktiv, damit meine Schule jedes Jahr Projekte gegen alle Formen von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, durchführt.

Es lohnt sich, über diese Punkte vor der Abstimmung darüber, ob eure Schule dem Netzwerk beitreten soll, miteinander zu diskutieren.

 

10 Schritte zu einer Courage-Schule:

1. Bildet mit weiteren Schulmitgliedern, die sich dafür einsetzen wollen, dass ihr eine Courage-Schule werdet, eine Initiativgruppe. Nehmt am besten auch LehrerInnen und SozialpädagogInnen auf.
2. Plant gemeinsam, wie ihr alle Schulmitglieder über die Idee einer Courage-Schule informiert. Nutzt verschiedene Möglichkeiten: einen Artikel in der Schulzeitung schreiben, euer Vorhaben in der SchülerInnenvertretung ansprechen, Flyer verteilen, die Selbstverpflichtung mit den drei Punkten am SV-Brett anbringen oder einen Info-Stand auf dem Schulfest aufbauen.
3. Ihr müsst euch auf eine Person als Patin bzw. Paten einigen, die euer Engagement gut unterstützen kann und sie für diese Aufgabe gewinnen. Nicht nur Personen des öffentlichen Lebens aus Medien, Wirtschaft, Kunst, Politik oder Sport, sondern auch medial unbekannte Personen können dies. Bitte teilt uns mit, für wen ihr euch entschieden habt.
4. Informiert die Schule über den Ablauf der anstehenden Abstimmung. Sie kann in allen Klassen am selben Tag oder auch getrennt durchgeführt werden. Ausführliches zur Abstimmung findet ihr unten auf dem Infoblatt "Abstimmung".
5. Zeigt das Abstimmungsergebnis: Mindestens 70 Prozent aller Schulmitglieder haben mit "Ja" gestimmt, ist die Voraussetzung erfüllt, eure Schule ins Courage-Netzwerk zu bringen. Dann schickt die Schulleitung den Aufnahmeantrag mit der Schildbestellung an die Bundeskoordination.
6. Die Bundeskoordination überprüft alle Angaben, schickt euch eine Aufnahmebestätigung zu und informiert die Landeskoordination darüber.
7. Spätestens jetzt nehmt ihr den Kontakt zu uns, eurer Landeskoordination Berlin, auf. Denn wir werden mit euch den Termin der Titelverleihung vereinbaren und ihn der Bundeskoordination mitteilen.
8. Plant mit kreativen Ideen den festlichen Akt des Netzwerk-Beitritts. Wir, die Landeskoordination, beraten und unterstützen euch dabei.
9. Wurden Termine gut kommuniziert, kommen Alu-Dibond-Schild, Handbuch und weitere Materialien mindestens eine Woche vor der Titelverleihung bei euch an.
10. Auf der von euch gestalteten Feier erhält eure Schule in Anwesenheit der/des PatIn und eine/r LandeskoordinatorIn die offizielle Ernennungsurkunde und befestigt das Logo-Schild sichtbar am Schulgebäude.

 

Diese Dateien benötigt ihr für das Abstimmungsverfahren und die darauffolgenden Schritte:

 

Info Abstimmungsblatt

 

Stimmzettel

 

Protokollbogen

 

Aufnahmeantrag und Schildbestellung

 

PatInnenmeldung

 

 

 

 

Und dann geht es erst richtig los!

Wenn ihr es geschafft habt und eure Schule Teil des bundesweiten Courage-Netzwerks ist, dann gehen die Aktivitäten erst richtig los! Informationen, Unterstützung und Beratung für Projekttage, Workshops, etc. bekommt ihr bei uns in der Berliner Landeskoordination von  Schule ohne Rassismus   Schule mit Courage. Schreibt uns!