
Seit 25 Jahren begleiten und unterstützen wir Schulen bei ihrem Engagement gegen Diskriminierung und für die Gleichwertigkeit aller Menschen. Am 2. Juni feierten wir mit rund 70 Gästen, darunter Vertreter*innen aus der Politik wie auch langjährige Schulpat*innen, unser Jubiläum im Jugendkulturzentrum „Die Weisse Rose“ in Berlin.
Nach einem musikalischen Auftakt begrüßt Sanem Kleff das Publikum. Sie ist die Gründerin der Landeskoordination Berlin sowie Vorstandsvorsitzende von Aktion Courage e. V. und führt durch das Programm. „Schule ist ein zentraler Ort demokratischer Bildung. In einem vertrauensvollen Miteinander entwickeln Kinder und Jugendliche ihre persönlichen Stärken und engagieren sich gegen Hass und für ein respektvolles Miteinander – auch über die Schule hinaus.“ Im Laufe des Abends wird immer wieder die Bedeutung des Courage-Netzwerks für unsere Gesellschaft hervorgehoben.






Cansel Kiziltepe, Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung des Landes Berlin, würdigte in ihrem Grußwort das Engagement des Netzwerks: „Vor einem Vierteljahrhundert trat die erste Berliner Schule dem Netzwerk bei. Heute sind es rund 170, die mit beeindruckender Kontinuität und Kreativität für Demokratie, Respekt und ein diskriminierungsfreies Miteinander eintreten. Tausende Schüler*innen und Pädagog*innen setzen damit Tag für Tag ein sichtbares Zeichen gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit.“ Dieses Engagement sei von unschätzbarem Wert für unsere Stadt, sagt sie. „Schulen sind Orte des Lernens, aber auch Orte des Zusammenlebens und der demokratischen Erfahrung. Hier wird vermittelt, dass Vielfalt eine Stärke ist und dass eine offene Gesellschaft von Haltung, Zivilcourage und gegenseitigem Respekt lebt.“
Landeskoordinatorin Lisa Lindner liest im Anschluss ein Grußwort der Vorsitzenden der GEW Berlin, Gökhan Akgün und Felicia Kompio: Demokratiebildung gelinge nicht allein durch den regulären Unterricht. Sie geschehe dort, wo Schüler*innen die Möglichkeit und den Mut haben, Diskriminierung und Ausgrenzung entgegenzutreten. Die GEW-Vorsitzenden betonen: „Demokratie muss jeden Tag neu gelernt, gelebt und verteidigt werden“, und enden mit: „Vielen Dank für euren Mut und eure Beharrlichkeit!“
Eren Ünsal, Leiterin der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung Berlin, wird daraufhin auf die Bühne gebeten und erklärt im Gespräch mit Sanem Kleff: „Seit 2002 fördert die Landesantidiskriminierungsstelle die Landeskoordination von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage in Berlin. Diese langjährige Förderung erfolgt aus der Überzeugung für den wichtigen Ansatz, den SOR-SMC mit seinen Aktivitäten verfolgt. Dies ist, junge Menschen in den Blick zu nehmen, die von Ausgrenzungen am stärksten betroffen sind, und diejenigen zu stärken, die für ein solidarisches Miteinander einstehen. SOR-SMC leistet so einen wichtigen Beitrag, um Engagement gegen Ausgrenzung zu stärken und die Übernahme von Verantwortung für einen vielfältigen, demokratischen Sozialraum zu unterstützen.“
Als nächstes standen diejenigen im Mittelpunkt, die das Berliner Courage-Netzwerk mit aufgebaut und gestaltet haben. Mitwirkende seit der ersten Stunde, von denen einige vor Ort waren, wurden vorgestellt und gewürdigt:
Daniel Olivarez Gómez begann als Werkstudent bei Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage und arbeitet dort nun als Referent. Auch Rafael Rickfelder, der unzählige Vernetzungstreffen und Aufnahmefeiern für die Landeskoordination Berlin betreut hat, kam als Student zu SOR-SMC. Florian Steindle war in den 2000er-Jahren beim Rap-Contest dabei und ist nun neben Lisa Linder und Heinz Stadelmann Landeskoordinator. Schauspieler Hassan Akkouch hatte damals am Rap-Contest teilgenommen. Alexander Freier-Winterwerb, MdB, wurde als 16-jähriger Teil des Courage-Netzwerks. An die kürzlich verstorbene Pädagogin Heike Ostrowski, die mit einem Schulradio und kunstpädagogischen Projekten wichtige Arbeit leistete, wird mit einem Film erinnert. Musik gab es von Suli Puschban, die als langjährige Schulpatin u. a. auf Kiezkonzerten spielt – mit den Gästen singt sie „Wir stehen auf. Wir mischen uns ein.“ – Matondo, Musiker, Pate und Hip-Hop Dozent, DJ FIKS, Dj und Referent, und Larsito, Musiker, Pate und regelmäßiger Workshopgeber.
Zum Ende des Bühnenprogramms übergibt Sanem Kleff gemeinsam mit dem ehemaligen Geschäftsführer Eberhard Seidel die Leitung: Carsten Völtzke verantwortet zum neuen Schuljahr gemeinsam mit der Geschäftsführerin Zonya Dengi, die das Netzwerk bereits seit 14 Jahren begleitet, die Arbeit der Bundeskoordination und Landeskoordination Berlin.
Carsten Völtzke übernimmt zukünftig die Leitung der Landeskoordination Berlin: „Wer erlebt, mit wie viel Engagement Schulen, Schüler*innen, Unterstützer*innen und unsere Teammitglieder dieses Netzwerk tragen, erkennt sofort das enorme Potenzial, das hier entstanden ist. Ich freue mich sehr, künftig an dieser wichtigen Stelle gemeinsam mit den vielen engagierten Menschen daran mitwirken zu können.“































