Wie wird man eine Courage-Schule?

Kinder und Jugendliche werden aktiv, weil es sie stört, wenn Menschen zum Beispiel wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft oder aufgrund ihrer Religion beschimpft, gemobbt oder gar körperlich bedroht werden. Sie engagieren sich, weil es die Situation erfordert, und sie handeln unmittelbar, ohne zuvor ein Expertenkomitee zu Rate zu ziehen. Das Courage-Netzwerk bietet Schüler*innen einen angemessenen Rahmen für ihr bürgerschaftliches Engagement.

Will eine Schule eine Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage werden, bedarf es dazu des Willens und der eigenen Initiative der Schüler*innen, im Sinne des Selbstverständnisses aktiv zu werden. Die Bundeskoordination verzichtet daher darauf, Schüler*innen offensiv zum Mitmachen zu überreden.

In der Regel erfahren sie von dem Netzwerk des Gesamtprojektes über das Internet, aus den Medien oder durch Berichte anderer Schüler*innen. Die Schüler*innen müssen selbst entscheiden, in welcher Weise sie die formale Voraussetzung zur Teilnahme am Courage-Projekt erfüllen, nämlich die Unterschrift von mindestens 70 Prozent aller direkten Angehörigen ihrer Schule (Schüler*innen, Lehrer*innen, Sozialpädagog*innen, Sekretär*innen, Hausmeister*innen, etc.) zu sammeln.

Manche "Initiativgruppe" hängt die Unterschriftenlisten während eines Schulfestes aus und sammelt die benötigte Anzahl binnen weniger Stunden. Andere nehmen sich dafür viel Zeit, suchen jede Klasse einzeln auf, diskutieren mit den Mitschüler*innen über die Zielsetzung des Projektes und haben erst nach mehreren Monaten die erforderliche Anzahl von Unterschriften beisammen.

Könnt ihr euch vorstellen, das Projekt an eurer Schule zu starten? Hier findet ihr alle Informationen für den Start.