
Es gibt Grund zu feiern: Vor genau 30 Jahren, am 25. August 1995, stellte der Vorsitzende von Aktion Courage e. V. Cem Özdemir der Öffentlichkeit „Schule ohne Rassismus“ vor – gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland Ignatz Bubis, der inzwischen verstorben ist, und mit dem Rapper Smudo. Heute gibt es deutschlandweit 4.854 Courage-Schulen. Mehr als 2,5 Millionen Kinder und Pädagog*innen engagieren sich im Netzwerk für eine diskriminierungssensible und respektvolle Schulkultur.
„Das Schild Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage am Schulgebäude steht für eine Haltung, ein Versprechen aneinander: Wir wollen eine Schule, in der alle sicher sind, in der jede Stimme zählt und in der Respekt nicht verhandelbar ist“, sagt Sanem Kleff, Direktorin der Bundeskoordination von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage und Vorstandsvorsitzende von Aktion Courage e. V. Die Pädagogin leitet das Projekt seit 25 Jahren. In einem Artikel der taz betonte sie: „Gerade jetzt, wo Rechte zunehmend Mehrheiten gewinnen, müssen wir vorsorgen und demokratiefördernde Elemente in den Schulen fest verankern.“
In Zeiten von Hass, Hetze und Angriffen auf unsere Demokratie, wird die Bedeutung des Courage-Netzwerks besonders deutlich. „Dieses Netzwerk zeigt, dass junge Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Sie geben unserer Demokratie ein Gesicht – mutig, vielfältig, solidarisch“, so Publizist Eberhard Seidel, seit 2002 Geschäftsführer der Bundeskoordination von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage.
Das Jubiläum ist Anlass zum Feiern – und zum Weitermachen. Vielen herzlichen Dank allen Aktiven an den Courage-Schulen, den Koordinator*innen im ganzen Bundesgebiet, unseren Förderern und Partnern und allen, die uns auf die ein oder andere Art und Weise unterstützen!