Werkstatt gegen Rechtsextremismus 2026

Am 7. Mai 2026 fand unsere Werkstatt gegen Rechtsextremismus statt.

80 Schüler*innen und Pädagog*innen aus Berliner Courage-Schulen haben sich am 7. Mai im Jugendkulturzentrum Die Weisse Rose damit beschäftigt, wie sie Rechtsextremismus in der Schule und online begegnen und klar Haltung zeigen können. Ein Tag vor dem 8. Mai, der zum 81. Mal ein Grund zum Feiern ist. Das Ende des Zweiten Weltkriegs und des Nationalsozialismus am 8. Mai 1945 steht für das Ende der Entrechtung, Verfolgung und Ermordung von Millionen Menschen. Zugleich war er die Voraussetzung für Demokratie und Menschenrechte in Deutschland. Und die gilt es zu erhalten!

Alle Fotos: (c) Wolfgang Borrs

In der Begrüßung betonte Carsten Völtzke, Geschäftsführer der Bundeskoordination: „Schulen sind zentrale Orte demokratischer Bildung. Hier lernen junge Menschen nicht nur Wissen, sondern auch, wie Zusammenleben in Vielfalt gelingt und wie man Widerspruch gegen Ausgrenzung und Hass formuliert.“ Die Werkstatt gegen Rechtsextremismus schaffe Raum für Austausch, für gegenseitige Stärkung und für praktische Werkzeuge, um demokratiefeindlichen Positionen im Schulalltag entschlossen entgegenzutreten. Bezüglich der Berlin-Wahl im September sagte er: „Mit Blick auf die bevorstehende Wahl zum Abgeordnetenhaus ist es besonders wichtig, politische Debatten kritisch einordnen zu können, menschenfeindliche Ideologien frühzeitig zu erkennen und demokratische Werte klar zu vertreten.“

Als Carsten Völtzke die Anwesenden fragte, was sie beim Thema Rechtsextremismus bewege, sagte ein Schüler: „Ich bin hier, weil ich mit Normalisierung des Rechtsextremismus nicht einverstanden bin.“ Ein weiterer erklärte: „Ich finde es erstaunlich, dass von der Politik wenig Maßnahmen gegen Rechtsextremismus kommen. Gleichzeitig gibt es alltäglich in den Schulen rassistische und diskriminierende Aussagen.“

Die Schüler*innen und Lehrkräfte teilten sich in sechs verschiedene Workshops auf. In den Gruppen ging es unter anderem um Rechtsextremismus im Netz, Mobilisierung von rechts durch Frauenhass, Argumentationstraining oder Haltung zeigen durch Körpersprache. Nach der Veranstaltung hoben die Teilnehmenden den Austausch mit anderen Engagierten und die gegenseitige Unterstützung als besonders wertvoll hervor.