Courage hat kein Mindestalter

„Erstklassig couragiert!“ ist das Motto des Grundschultages, der regelmäßig von der Landeskoordination Berlin in Kooperation mit der Bundeskoordination durchgeführt wird.

„Courage heißt Mut auf Französisch. Das heißt, dass man nicht danebensteht, wenn jemand gemobbt wird, sondern einschreitet und dem Kind den Rücken stärkt“, so eine der Courage-Schüler*innen, die am Grundschultag am 9. Juni 2026 im Jugendkulturzentrum „Weisse Rose“ teilnahmen. An diesem Tag konnten sich die rund 100 Pädagog*innen und Schüler*innen vielfältige Anregungen holen, wie sie an ihrer Schule Courage zeigen können.

Nach einem musikalisch-aktivierenden Auftakt mit Larsito, der die Schüler*innen zum rhythmischen Klatschen und Stampfen bewegte, begrüßte der Leiter der Landeskoordination Berlin die Gäste. Carsten Völtzke betonte: „Es ist es wichtig, dass wir lernen, füreinander einzustehen und unsere Rechte zu kennen. Dazu gehört auch, dass eure Meinungen wichtig sind. Ihr habt das Recht, mitzureden und eure Schule mitzugestalten.“ Der Grundschultag richtet sich explizit an Schüler*innen und Lehrkräfte der Grund- und Gemeinschaftsschulen im Netzwerk. „Courage hat kein Mindestalter“, so Völtzke.

In sechs Workshops haben die Schüler*innen und Pädagog*innen anschließend kunstpädagogische Methoden wie zum Beispiel Tanz, Percussion oder Rap im Kontext Demokratiebildung ausprobiert. Diese kreativen Zugänge erleichtern es insbesondere jüngeren Schüler*innen, Themen wie Ausgrenzung und Mobbing anzusprechen und gemeinsam zu reflektieren. Auch Capoeira, ein kritischer Umgang mit sozialen Medien und ein Rassismus-Workshop für die Erwachsenen standen auf dem Programm. Zum Abschluss haben die Teilnehmenden ihre Ergebnisse auf der Bühne präsentiert.

Der bewährte Grundschultag soll auch in anderen Bundesländern etabliert werden. Deshalb haben wir auch diesmal Regional- und Landeskoordinator*innen zur Hospitation eingeladen. Zu Gast waren Claudia Goldau von der Regionalkoordination Wesel in NRW sowie Silka Riedel von der RK Frankfurt/Oder und Astrid Hackel von der RK Trebbin in Brandenburg.