
(c) Wolfgang Borrs
Bei politischer Bildung geht es immer um die Werte, für die wir einstehen. Es geht um unser Menschenbild, unser Weltbild. Darum, diese sichtbar, hörbar, kommunizierbar zu machen, geht es auch in allen Künsten. Daher ist der Einbezug von kunstpädagogischen Methoden in die politische Bildungsarbeit naheliegend.
Mit der Frage, wie dies konkret aussehen kann, beschäftigten sich am 18. November 2025 interessierte Lehrer*innen und Pädagog*innen im Jugendkulturzentrum „Die Weiße Rose“. Sie kamen zusammen, um spannende Impulse aus der außerschulischen Bildungsarbeit kennenzulernen und wertvolle Ideen für ihre Arbeit an Schulen mitzunehmen.
Sanem Kleff, die Leiterin der Landeskoordination, eröffnete den Fachtag „Kunstpädagogik in der Demokratiebildung“ und erläuterte, warum es ein besonderes Anliegen des Netzwerks sei, den kunstpädagogischen Ansatz in der politischen Bildungsarbeit zu stärken. Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage befördert diesen Ansatz, denn es erzielt bei Schüler*innen und Pädagog*innen großartige Erfolge und stößt kreative Prozesse an.
In Kurzinterviews stellten auf der Bühne erfahrene Teamer*innen ihre Methoden vor. Überrascht waren viele Teilnehmenden von den ersten drei körperbetonten Ansätzen Cheerleading, Capoeira und Zirkus. Nur eine Lehrerin hatte bereits Erfahrung mit diesen Methoden gemacht.
Bildende Kunst und Graffiti, Video und Fotografie, Slam Poetry und eine Schreibwerkstatt wurden als weitere wertvolle Zugänge zur Demokratiebildung für junge Menschen vorgestellt.
Nach der Mittagspause ging es in die aktive Workshop-Phase: „Methoden kennenlernen, ausprobieren und umsetzen“ Die Teilnehmenden durften sich in Rap, Theater, Hip-Hop Tanz, Podcast-Produktion und dem Einsatz von Rhythmus zur Kommunikation in der Gruppe ausprobieren und Produkte erstellen, die sie im Plenum präsentierten.
Ein gelungener Auftakt für ein Fachtagformat, das im kommenden Jahr wieder angeboten wird.










Alle Fotos (c) Wolfgang Borrs