Aktiventreffen 2018

Foto: Kathrin Harms

Gemeinsam gegen Mobbing

In Berlin tragen rund 100 Schulen aller Schularten, von der Grundschule bis zum Oberstufenzentrum, den Titel Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage und engagieren sich gegen Diskriminierung. In ihrem Engagement stoßen die Schüler*innen und Pädagog*innen oft auf ähnliche Fragen und Themen: Wie können wir uns am besten für einen gewaltlosen und diskriminierungsfreien Schulallt ag einsetzen? Und wie können komplexe Themen wie Rechtspopulismus, Rassismus oder Sexismus in der Schule thematisiert werden? Wie stellen wir sicher, dass das Engagement an unserer Schule nachhaltig bleibt?  

 

Diesen und weiteren Themen haben sich 120 Schüler*innen und Pädagog*innen aus den Berliner Courage-Schulen am 13. April 2018 auf dem jährlich stattfindenden Aktiventreffen gewidmet. In einem Open-Space-Verfahren haben sie selbst die Themen bestimmt, mit denen sie sich an diesem Tag beschäftigt haben. In Arbeitsgruppen diskutierten sie miteinander über Lösungen und tauschten kreative Projektideen aus. Am Freitag ging es daher unter anderem um Mobbing, Antisemitismus und Obdachlosigkeit sowie erfolgreich durchgeführte Schulprojekte. Eine der Gruppen führte zum Abschluss sogar gleich ein gemeinsames Theaterstück gegen Mobbing auf.

Aktiventreffen 2017

Foto: Lena Schulze Frenking

Rappen gegen Rassismus

Die engagierten SchülerInnen und PädagogInnen der fast 90 Berliner Courage-Schulen trafen sich am 16. Juni zum diesjährigen Aktiventreffen. Zusammen bestimmten sie die Themen des Treffens: Wie können wir gegen Rechtspopulismus vorgehen? Wie finden wir Nachwuchs für unsere Aktivengruppe? Und was halten wir Leuten entgegen, die Feminismus für überflüssig halten? In kleinen Arbeitsgruppen konnten Erfahrungen mit den Aktiven aus anderen Bezirken, Schularten und Schulstufen ausgetauscht und gemeinsam gelingende Lösungen entwickelt werden. Eine gute Gelegenheit, Aktive aus anderen Courage-Schulen persönlich kennenzulernen und ein gemeinsames Fußballspiel mit Geflüchteten zu planen. Den krönenden Tagesabschluss bildete eine spontane Performance mit Rap und Gesang.

Am Rande des Aktiventreffens haben drei SchülerInnen der Johanna-Eck-Oberschule für die q-rage! online ihre Erfahrungen vom Vortag aufgeschrieben, als einer ihrer Mitschüler in den Kosovo abgeschoben wurde. Den bewegenden Beitrag könnt ihr hier lesen.

Foto: Wolfgang Borrs

Aktiventreffen 2016

Flucht & Asyl. Solidarität!

160 SchülerInnen und PädagogInnen aus 38 Berliner Schulen trafen sich am 29. April 2016 im Schöneberger Kulturzentrum Weisse Rose zum Berliner Aktiventreffen. Ein Thema, welches den Aktiven in diesem Jahr besonders am Herzen lag, war die Einwanderung der vielen Menschen, die auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung nach Berlin gekommen sind. Turnhalle werden als Unterkünfte genutzt, der Sportunterricht fällt aus und neue MitschülerInnen kommen in die Klasse, die noch kein Deutsch sprechen. Die Aktiven stellten sich die Fragen: Wie geht unsere Schule damit um? Wie begegnen wir populistischen Argumenten auf dem Schulhof? Sollten wir selbst Sprachkurse anbieten und wer unterstützt uns bei unseren Aktionen?

Foto: Samira Mahmud

Aktiventreffen 2015

Rap und andere Worte gegen Diskriminierung

120 Berliner Courage-Aktive trafen sich 2015 im Kulturzentrum Weisse Rose zum Berliner Aktiventreffen. Bei einem "Open-Space" diskutierten SchülerInnen und PädagogInnen ihre Fragen und Anliegen, sie gründeten Arbeitgruppen mit Titeln wie "Kooperation mit anderen Schulen", "Umgang mit Vorurteilen und Klischees", "Wie organisieren ich einen Projekttag", "Was ist 'Normal'?'" oder "Flüchtlinge in Berlin". Ein besonderes Bonmot entstand im von SchülerInnen organisierten Rap-Workshop: "Hallo liebes Volk - schöne Grüße aus Berlin. Das hier geht an Leute, die aus Kriegsgebieten fliehen. Syrien, Palästina, Irak oder Afghanistan. Wozu die Ausgrenzung? Was haben Sie uns angetan?“

Aktiventreffen 2013

Foto: Jessica Zeller
Eindrücke vom Aktiventreffen 2013 in Berlin

Mit Schnee und Toaster

Trotz Schneechaos und ausgefallenen S-Bahnen trafen sich rund 100 SchülerInnen am 12. März und füllten die zweite Etage des Schöneberger Rathauses. In einem Open Space hatten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, sich über Aktivitäten auszutauschen und über Tipps und Tricks zur erfolgreichen Verankerung von "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" zu diskutieren. Die SchülerInnen griffen aktuelle Themen auf, wie Sexismus, Rassismus und Antisemitismus, aber auch schulspezifische Fragen, wie die nachhaltige Etablierung von Aktivengruppen an den Schulen. Zudem wurde über Möglichkeiten debattiert, die Vernetzung zwischen den Akteuren zu vertiefen. Einen der Höhepunkte bildete die Verlosung eines Riesensandwichtoasters, den das OSZ Farbtechnik und Raumgestaltung gewann.

Foto: Samira Mahmud
Aktiventreffen in der Alten Feuerwache, Fotos: Samira Mahmud

Aktiventreffen 2012

Für SchülerInnenrechte

Am 3. Mai 2012 trafen sich die Aktiven aus 47 Berliner Courage-Schulen in der Alten Feuerwache. Die insgesamt 75 TeilnehmerInnen diskutierten darüber, wie das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nachhaltig im Schulalltag präsent sein kann. In acht Arbeitsgruppen ging es unter anderem um SchülerInnenrechte, etwa: Was können SchülerInnen tun, wenn die LehrerInnen zu spät kommen? Die Jugendlichen sprachen über „Politik – aber wie?“ und debattierten über „Vorurteile gegenüber anderen Kulturen“. Besonders das Thema Mobbing beschäftigte die SchülerInnen. Gemeinsam berieten die WorkshopteilnehmerInnen, wie man Mobbing-Gruppen auflösen kann, wie man den Opfern am besten hilft und wie man den TäterInnen verdeutlicht, was sogar kleine Bemerkungen anrichten können.

Aktiventreffen in der Alten Feuerwache, Fotos: Samira Mahmud
Fotos: Samira Mahmud
Aktiventreffen in der Alten Feuerwache, Fotos: Samira Mahmud

Aktiventreffen 2010

Sicherung der Nachhaltigkeit

Beim Aktiventreffen am 18. März 2010 in der Alten Feuerwache stand die Absicherung der Nachhaltigkeit an den Courage-Schulen im Mittelpunkt der Diskussionen. Auch die Frage, mit welchen Aktivitäten man am Besten nachfolgende, jüngere SchülerInnen für SOR-SMC interessieren kann, beschäftigte die rund 100 TeilnehmerInnen.

Zu den wiederkehrenden Inhalten bei den Aktiventreffen gehören die Einsatzmöglichkeiten der Paten während einer Projektwoche und die Finanzierung von Projekttagen. Auch gemeinsame Schulaktionen wie das Berlinweite SOR-SMC-Fußballturnier oder die Möglichkeit eines regelmäßigen Kinoklub-Nachmittags an Schulen sind Gegenstände von Arbeitsgruppen.

Ähnlich wie beim jährlich stattfindenden Landestreffen steht auch bei dieser Zusammenkunft das Netzwerk im Vordergrund. Hier können SchülerInnen wie auch PädagogInnen Kontakte knüpfen, andere Aktive kennenlernen und sich beispielsweise über gelungene Projekte austauschen.

Geplant ist, das Modell der Aktiventreffen auf bezirklicher Ebene fortzuführen. So lud Licht-Blicke, Regionalkoordination von Lichtenberg, am 13. September 2010 Aktive von Lichtenberger Courage-Schulen zu einem Vernetzungstreffen ein. Als Bezirk mit den meisten Courage-Schulen in Berlin beschlossen die SchülerInnen und PädagogInnen, künftig einen bezirklichen Aktiven-Tag zu organisieren.

Aktiventreffen 2009

Foto: Courage-Netzwerk
Aktive SchülerInnen im FEZ

Gemeinsam Aktiv

Austausch und Kontaktmöglichkeiten zwischen den Berliner Courage-Schulen standen beim Aktiventreffen am 29. Juni 2009 im Vordergrund. Etwa 100 SchülerInnen und PädagogInnen trafen sich im FEZ in der Köpenicker Wuhlheide, um im Open Space Ideen, Anreize und Überlegungen auszutauschen.

Etwa die Frage, wie gemeinsame, schulübergreifende Ideen in der Stadt realisiert werden können, damit das Netzwerk von "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" in der Berlin zunehmend sichtbarer wird.

Aktiventreffen 2008

Foto: Metin Yilmaz
Aktiventreffen 2008, Foto: Metin Yilmaz

Neues Format für Aktive

Am 10. August 2008 trafen sich erstmals Aktive aus Berliner Courage-Schulen zum "Aktiventreffen". 90 SchülerInnen und PädagogInnen kamen in die Werkstatt der Kulturen, um sich auszutauschen. Mit Hilfe des Formats eines Open Space brachten sie ihre Wünsche, Themen und Ideen für Arbeitsgruppen ein.

Die Aktiven tauschten Anregungen für die Arbeit an den Schulen aus und knüpften überbezirkliche Kontakte zu SchülerInnen und LehrerInnen. Neben dem Engagement an den Schulen war auch die Wirkung der Aktivitäten außerhalb der Schulen ein zentrales Thema.